Christoph Kolumbus

Ferdinand II. von Aragón

Ferdinand II. von Aragon ist 17 Jahre alt als er Isabella, Prinzessin von Kastilien heiratet. In seine Herrschafszeit fällt das Ende der Reconquista und die Entdeckung von Amerika.

Ferdinand wurde 1452 in Sos geboren. Er stirbt 1516 in Madrigalejo. 1479 wird er als Ferdinand II. König von Aragón, Sizilien und Sardinien und als Ferdinand V. König von Kastilien und León.


Familie und Herkunft Ferdinand von Aragon

Ferdinand war der einzige Sohn von Johann II. Von Aragón und dessen zweiter Ehefrau Juana Enríquez. Aus der ersten Ehe seines Vaters Johann gab es noch einen älteren Bruder, Karl von Viana, der 1461 stirbt. Aus dieser ersten Ehe gab es auch eine Tochter, Blanka von Aragón, die mit Heinrich IV. Von Kastilien, dem Halbbruder von Isabella, verheiratet wird. Diese Ehe wird aber nicht vollzogen und schließlich auch aufgelöst. Ferdinands Mutter Juana Enriquez war eine Fürsprecherin einer Heirat ihres Sohnes Ferdinand mit Isabella von Kastilien. Den Erfolg ihrer Bemühungen erlebte die Königin allerdings nicht mehr, ein Jahr vor der Heirat, 1468 stirbt sie an Brustkrebs.


Ferdinand heiratet Prinzessin Isabella von Kastilien

1469 kommt es zur Hochzeit zwischen den damals erst 17jährigen Ferdinand, der mit einer Mätresse bereits Kinder hatte, und Prinzessin Isabella. 1474 stirbt deren Halbbruder Heinrich IV von Kastilien und Isabella besteigt den Thron. Im Kastilischen Erbfolgekrieg verteidigt das Paar erfolgreich ihre Herrschaft gegen portugiesische Einflüsse.


Ferdinand wird König von Aragon

1479 stirbt König Johann, Ferdinand wird König von Aragon. Der spanische Einigungsprozess wird verstärkt, endgültig vollzogen wird dieser aber erst unter Isabellas und Ferdinands Enkel Karl.


Das Jahr 1492

Im Jahre 1492 wird das Emirat von Granada erobert und damit verschwindet der letzte maurische Staat auf der iberischen Halbinsel. Die Reconquista ist beendet. Im gleichen Jahr werden per Alhambra-Edikt die Juden gezwungen entweder zum Christentum überzutreten oder Spanien zu verfolgen. Im gleichen Jahr wird Christoph Kolumbus auf seine erste Reise, den Westweg nach Indien zu finden, geschickt und Ferdinand unterstützt in Rom Rodrigo Borgia, der als Papst Alexander VI. Schließlich zum Papst gewählt wird.


Unter Königin Isabella und König Ferdinand steigt Spanien schließlich zur Weltmacht auf.


Die letzten Jahre von König Ferdinand

Im Jahre 1504 stirbt Isabella. Auf dem Kastilischen Thron folgt ihr die gemeinsame Tochter Johanna nach, die mit Philipp dem Schönen, einen Sohn Maximilians, dem späteren Kaiser des Heiligrömischen Reiches verheiratet war. Im Jahr 1506 geht Ferdinand eine zweite Ehe ein mit der Gräfin Germaine de Foix. Das Paar hat nur einen Sohn, Johann, der allerdings am Tag seiner Geburt stirbt. Hätte dieser Sohn überlebt, wäre ihm wohl nach dem Tod von Ferdinand das Königreich Aragon zugefallen, nicht Johanna bzw. ihrem Sohn Karl.


Im Jahre 1516 stirbt Ferdinand. Seine sterblichen Überreste werden zusammen mit denen seiner ersten Frau, Isabella der Katholischen, in der Krypta der Capilla Real (Königlichen Kapelle) in Granada beerdigt.


Die Grabinschrift der beiden erwähnt nicht die Entdeckungsfahrt des Kolumbus, sondern würdigt die Vernichtung der Mohammedanischen Sekte und die Auslöschung der ketzerischen Falschheit durch das Königspaar, das den Ehrentitel Katholische Könige trug.

 

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