Christoph Kolumbus

Entdeckung Amerikas

Heute gilt Christoph Kolumbus als Entdecker Amerikas. Dabei waren schon 500 Jahre vor die Grönländer in Nordamerika gelandet. Und Kolumbus glaubte bis zu seinem Tod sein eigentliches Ziel China erreicht zu haben. Die Erkenntnis, dass eine Neue Welt entdeckt wurde, hatte ein anderer.

Unter einer Entdeckung versteht man die Auffindung etwas, was bereits vorhanden aber eben unbekannt ist. Amerika, ein Kontinent, der zweifelsfrei vorhanden aber eben nicht bekannt war, konnte demnach ganz hervorragend entdeckt werden. Unter der Entdeckung Amerikas versteht man heute die erste Sichtung des amerikanischen Kontinents durch Seefahrer. Allerdings wird das schon hier nicht ganz umgesetzt. Schon um das Jahr 1000 erreichten Grönländer unter der Führung von Leif Eriksson den amerikanischen Kontinent, dennoch gilt heute Christoph Kolumbus als Entdecker Amerikas. Mit seiner Entdeckung im Jahre 1492 begann die kontinuierliche Erkundung und schließlich auch Eroberung des amerikanischen Kontinents durch die europäischen Nationen.


Immerhin trägt der Kontinent Amerika den Namen des Mannes, dem wohl als erstes aufging, dass ein neuer, eigener Kontinent erreicht wurde. Zuvor wähnten sich die Entdecker aus Spanien noch in Westindien. Amerigo Verspucci gebührt wohl die Ehre Amerika als eigenen Kontinent entdeckt zu haben und das wohl erst im Jahre 1507, 15 Jahre nachdem Christoph Kolumbus erstmals amerikanischen Boden auf einer Karibikinsel betreten hatte und ein Jahr nach dem Tod von Kolumbus.


Amerikas Entdeckung in der Vorgeschichte

Vor 15.000 Jahren

Es ist möglich, dass an der südlichen Pazifikküste von Südamerika die erste Besiedlung des Kontinents erfolgt durch seefahrendes Volk, dass den großen Ozean überwindet. Zumindest gibt es Hinweise, die auf einen transpazifischen Kontakt der Kulturen Mittelamerikas schließen lassen.


Vor 12.000 Jahren

Gesichert ist hingegen die Entdeckung und Besiedlung des amerikanischen Kontinents durch Menschen, die über die Beringstraße aus Nordostasien vor etwa 12.000 Jahren einwanderten.

Ihre Nachfahren sind die amerikanischen Ureinwohner.


Um 875 bis 1000 n. Chr.

Die ersten Europäer in Amerika waren wohl Grönländer. Der erste Europäer soll Bjarni Herjúlfsson gewesen sein, der im Jahre 986 auf der Fahrt von Island nach Grönland vom Kurs abkam und später von bewaldeten Hügeln im Westen berichtete. Betreten hatte Bjarni Herjúlfsson, der später auch Leif Eriksson kennen lernte, Amerika aber wohl nicht. Um das Jahr 1000 soll Leif Eriksson dann auf der Fahrt von Norwegen nach Grönland unbekanntes Land entdeckt haben. Bei späteren Fahrten erkundete Leif dann das Gebiet an der nordamerikanischen Küsten, unter anderem Helluland, Markland und schließlich auch Vinland. Im Gegensatz zu Bjarni Herulfsson betritt Leif Eriksson den neuen Kontinent auch.

Für die Entdeckung Amerikas durch die Wikinger gibt es inzwischen auch Beweise aus der Archäologie. Auf Neufundland wurden bei L'Anse aux Meadows wurden bei Ausgrabungen eine Siedlung entdeckt, die von den Wikingern um 1000 n. Chr. angelegt wurde, allerdings wohl nur wenige Jahre bewohnt war. Die Entdeckung dieser Siedlung bewies die Theorie, dass 500 Jahre vor der Entdeckungsfahrt durch Christoph Kolumbus die Wikinger bzw. Grönländer den neuen Kontinent nicht nur entdeckt hatten, sondern auch versuchten dort zu siedeln.


Entdeckung Amerika steht am Beginn der Neuzeit

1492 Christoph Kolumbus

Da die Portugiesen den Seeweg zu den Gewürzinseln um Afrika suchten (und auch fanden), wandte sich Christoph Kolumbus mit seiner Idee einen westlichen Seeweg zu den westindischen Inseln und Ostasien zu finden schließlich an Spanien. Nach langen Verhandlungen durfte Christoph Kolumbus im Jahre 1492 schließlich in See stechen. Der Seefahrer überquerte den Atlantik und wähnte sich am 12. Oktober 1492 schließlich am Ziel, als er in der Karibik auf eine Insel stieß. Das er keinesfalls ist Westindien war, realisierte Christoph Kolumbus bis zu seinem Tod wohl selbst nicht. Die Erkenntnis, das das was Christoph Kolumbus im Auftrag der Spanier gefunden hatte, ein neuer Kontinent war, gebührt Amerigo Verspucci.


1497 Giovanni Caboto (John Cabot)

Inspiriert durch die Entdeckungen der Spanier sandte der Englische König Heinrich VII. den italienischen Seefahrer und Forscher Giovanni Caboto (englisch John Cabot, um 1450 bis 1498) im Jahre 1496 mit dem Auftrag aus, einen Westweg in das Kaiserreich China zu suchen. Die Flotte im englischen Auftrag hielt sich weitaus nördlicher als die spanische Flotte. Am 24. Juni 1497 sichtete Giovanni Caboto dann das nordamerikanische Festland, wahrscheinlich um Labrador herum. Bei einem zweiten Versuch, den Atlantik zu überqueren und China zu erreichen, im Jahre 1498 verschwand die aus vier Schiffen bestehende Flotte von John Cabot. John Cabot, der mehrere Jahre auch in Spanien gelebt hatte, versuchte einen nördlicheren aber auch kürzeren Weg von Europa nach Asien zu finden. Caboto segelte schließlich im Auftrag des englischen Königs von Bristol aus ab und erreichte schließlich auch Grönland. Diese erste Reise musste aber auch abgebrochen werden. Es folgte im Mai 1497 ein zweiter Versuch, der mit der Sichtung von Land am 24. Juni 1497 und der Rückkehr von John Cabot nach England im August endete. Später wird John Caboto durch das Privileg gewährt, eine weitere Reise auszurüsten, die Flotte geht verloren.

Die Entdeckungsfahrt von John Cabot im englischen Auftrag bleibt aber dennoch nicht ohne Folgen. Seine Entdeckung wird später für die Untermauerung des englischen, später britischen Anspruchs auf Nordamerika genutzt.

 

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